Alexander Glogg

 

Ein Zahnarzt hat das Problem der Risikobewertung künstlicher Gleichspannungen und –ströme in der Mundhöhle des Patienten, welche durch Metalle verursacht werden. Verschiedene Metalle oder Metall-Legierungen können unnatür­liche Spannungen aufbauen und für Stromfluss sorgen. Das ist besonders oft an Amalgamfüllungen zu messen. Deren Potenziale erreichen manchmal die Werte kräftiger Batterien. Die Bedenklichkeitsgrenze wird von Ärzten auf 100 Millivolt (mV) für die elektrische Spannung und 3 – 5 Mikroampere für den Stromfluss festgelegt (nach Türk, Schimmel, Kramer, Gasser und Voll). Alles, was über diesen Werten liegt, führt zur Empfehlung einer Zahnsanierung.

Amalgamfüllungen überraschen nicht nur mit erhöhten elektrischen Potenzialen, sondern sind zudem toxische Zeitbomben. Durch Spannung, Strom und Abrieb gelangen gefährliche Mengen giftiger Schwer­metalle (z.B. Quecksilber) in den Organismus. Zahnärzte müssen Amalgam als Sondermüll entsorgen. Herausgebohrt sind sie Sondermüll. Und in den Zähnen? Je mehr Amalgam, umso mehr Quecksilber im Gehirn, in Leber und Nieren. WHO und Trinkwasserverordnung lassen pro Liter 1 Mikrogramm Quecksilber im Trinkwasser zu. Im Speichel amalgamversorgter Münder finden sich im Schnitt aber 4,9 Mikrogramm Quecksilber. Laut WHO und TVO dürfte der eigene Speichel nicht mehr geschluckt werden. Beim Zähneputzen werden rund 62 Mikrogramm frei, beim Kaugummikauen 50 bis 400 Mikrogramm und beim Trinken heißer Flüssigkeiten rund 45 Mikrogramm.

Eine deutsche Studie mit über 20’000 Teilnehmern (Universität Tübingen) fand beispielsweise bei der Hälfte der Teilnehmer so viel Quecksilber im Speichel, dass die geltenden Grenzwerte für Trinkwasser mehrfach überschritten wurden. Auch diese dürften ihren Speichel nicht schlucken. Eine finnische Studie wies bei 20% der Speichelproben von Amalgamträgern so hohe Quecksilbermengen nach, das sie sogar über den geltenden Grenzwerten für Abwasser lagen. Sie dürften ihren Speichel nicht mehr ausspucken.

Das ehemalige Bundesgesundheitsamt empfiehlt bei nierenschwachen Kindern bis zum 6. Lebensjahr und bei Schwangeren den Skandalstoff Amalgam nicht mehr einzusetzen. Und bei nierenschwachen Siebenjährigen? Bei Menschen, die nicht schwanger sind? Die Staatsanwaltschaft des Landgerichts Frankfurt bestätigte, dass von Amalgam eine nicht unerhebliche Gefahr für die Gesundheit ausgeht.

Schweden und Norwegen sind konsequent, sie haben Amalgam verboten. In der Sowjetunion wurde es bereits 1975 untersagt. In Japan wird Amalgam seit 1982 nicht mehr eingesetzt. In den USA muss der Patient über das Risiko aufgeklärt werden und eine Einwilligung unterschreiben. In Kalifornien müssen Zahnärzte mit Warnschildern in ihren Praxen darauf hinweisen, dass sie toxisches Amalgam verwenden. Die Deutschen warten auf das Verbot bis heute, es darf bei weiter eingesetzt werden und wird es auch, täglich, bei Zahnfüllungen als Regelversorgung. So schädigen Spannung, Strom und Quecksilber weiter, jeden, vom Kind bis zum Greis. Selbst amalgamfreie Kinder und Säuglinge sind betroffen. Denn Quecksilber aus mütterlichen Amalgamfüllungen gelangt mühelos über die Plazenta und Muttermilch in den kindlichen Körper. Das hat eine von Degussa finanzierte Studie der Rechtsmedizin München an abgetriebenen Feten und verstorbenen Säuglingen (plötzlicher Kindstod) festgestellt. Die gute Nachricht: Amalgam soll auch bald in Deutschland verboten werden, soll…

 

Quecksilber ist eine der toxischsten Substanzen überhaupt, es wird im Gewebe gelagert, greift das Nervensystem, Stoffwechsel-, Hormon- und Immunsystem an, beschädigt das Entgiftungssystem, und zahlreiche wissenschaftliche Arbeiten der neueren Zeit belegen, dass dies zu unzähligen Gesundheits­störungen führen kann, besonders in sich gegenseitig ungut unterstützender Wechselwirkungen mit anderen Erkrankungen wie chronischen Infektionen und Sensibilitäten, z.B. die Elektrosensibilität oder die Multiple Chemikalien Sensibilität MCS.

Quecksilber ist das einzige Metall, welches bei Raumtemperatur verdampft. Eingeatmeter Quecksilberdampf ist überhaupt eine der giftigsten Quecksilberformen die es gibt. Sie gelangen aber auch durch die Haut und Mundschleimhäute in den Körper. 0,3 – 2 g Quecksilberdampf sind tödlich. Eine Amalgamfüllung enthält 0,5 – 1 g Quecksilber. Weitere Quellen für Quecksilber sind Fisch, Leuchtstoffröhren und Energiespar­lampen! Durch Zerbrechen können gesundheitsschädigende Quecksilbermengen freigesetzt werden. Ebenfalls ist es noch in über 70% aller weltweit eingesetzten Impfstoffen enthalten und blockiert dadurch die Entgiftung!

Die Giftigkeit von Quecksilber wird durch andere Metalle, wie z.B. Aluminium, Blei, Silber, Gold, Eisen, Titan, Palladium, Cadmium, Arsen, Nickel, Zinn, Kupfer, aber auch durch andere Umweltgifte wie Fluor, Plastikweichmacher, Holzschutzmittel, Glutamat um bis zu 100fach verstärkt. Selbst das männliche Hormon Testosteron verstärkt die Quecksilbergiftigkeit um das Vielfache, was ein Grund dafür sein kann, warum das männliche Geschlecht deutlich häufiger von ALS, AD(H)S oder Autismus betroffen ist.

Viele Ärzte gehen heutzutage von einer Wechselwirkung zwischen Amalgam und Elektrosmog aus. Elektrosensible seien erst durch ihr giftiges Amalgam elektrosensibel geworden. Dazu verändern künstliche elektrische Spannungen im Mund die Bakterienflora der Schleimhäute, tragen zur Übersäuerung des Organismus bei und begünstigen das Pilzwachstum im Körper.

Viele Petitionen und Forderungen nach einem Verbot wurden bis heute kaum erhört, viele wissenschaftliche Forschungsresultate nicht beachtet. Für den Toxikologen Dr. Max Daunderer ist Amalgam „das größte Verbrechen an der Menschheit“. Für den Umweltmediziner Dr. Joachim Mutter können „noch so geringe Quecksilberbelastungen Menschen zu anderen Personen machen“. Und: „Das tückische ist, dass 15 Jahre und mehr vergehen, bis sich erste Symptome einer schleichenden Vergiftung zeigen.“ Der Mediziner und Neurologieexperte Dr. Dietrich Klinghardt weist unermüdlich darauf hin: „Schwermetalle spielen bei allen chronischen Erkrankungen eine Rolle, an erster Stelle Quecksilber. Quecksilber reichert sich in den Nervenzellen an. Der Nerv kann Nährstoffe nicht mehr richtig aufnehmen und seine Befehle weiterleiten, das kann ihn letztlich töten. Quecksilber vermag überdies, die den Nerv umhüllenden Myelinscheiden zu zerstören.“ Der Chemiker und Toxikologe Prof. Dr. Alfred Stock warnte schon 1928: „das gedankenlose Einführen von Amalgam als Füllstoff für Zähne ist ein schweres Vergehen. Wer die tückischen, nieder­drückenden Wirkungen des Amalgams an sich selbst erlebt hat, empfindet es nicht nur als sein Recht, sondern als heilige Menschenpflicht, allen, die es angeht, zur Aufklärung und Wiederherstellung zu verhelfen.“

 

Bei den Giften ist das Gefahrenpotenzial eindeutig, auch wenn es immer noch erlaubt ist. Bei den elektrischen Spannungen und Strömen dank Amalgam und anderen Metallen stehen noch viel mehr Fragen im Raum. Wenn das RWE bei 15 – 20 Millivolt Wechselspannung Nervenreizung bescheinigt, was passiert, wenn der Zahnarzt bei 100 Millivolt Gleichspannung das Gebiss saniert, was passiert wenn wir in Schlafgemächern an Körpern tausend oder gar zehntausend Millivolt Wechselspannung messen und an synthetischen Gardinen, Moskitonetzen oder Schmusetieren einige tausend Volt an Gleichspannung vorhanden ist? Tausend Fragen sind noch nicht beantwortet. Viel mehr Fragen noch nicht einmal gestellt.

 

 

Quellen:

 

Mai 14

Hier als PDF Datei zum Download: Amalgam – Alexander Glogg – Mai14 PDF