Unsere Gedanken und Worte fliegen davon und kommen immer wieder zurück. Ganz egal, ob sie gut sind oder schlecht. Deshalb denke an das, was aus dir herauskommt, kümmere dich nicht so viel darum, was in dich hineingeht.

Seit tausenden von Jahren werden Verbrecher bestraft, aber niemand schert sich darum, ob diese Verbrechen jemals durch unsere Bestrafung verbessert werden oder nicht. Es gibt immer mehr Verbrecher: So wie die Zahl der Gefängnisse wächst, nimmt auch die Zahl der Gefangenen zu. Je mehr Gesetze, desto mehr Verbrecher; je mehr Gerichte, desto mehr Strafen. Heraus kommt etwas absolut Absurdes: mehr Kriminalität. Wo liegt das Problem? Der Verbrecher meint, dass er nicht für sein Fehlverhalten bestraft wird, sondern dafür, dass er geschnappt wurde. Das nächste Mal muss er also wachsamer und klüger sein, das ist alles. Die Gesellschaft war klüger und hat ihn erwischt. Das nächste Mal wird er mehr aufpassen. Das ist oft das einzige, was er aus der Bestrafung lernt – sich nicht wieder schnappen zu lassen. Jesus setzte Ursachen und war sich der Wirkungen bewusst. Er veränderte die Welt und zeigte ihr die gelebte Christusliebe. Ein Verbrecher setzt Ursachen in seiner Kriminalität, als Wirkung kommt er ins Gefängnis. Im Gefängnis wird er für das Geschnapptwerden bestraft und die Wirkung daraus ist, dass er nach seiner Freilassung ein besserer Verbrecher denn je sein wird. Ursache und Wirkung gehören immer zusammen. Deshalb ist es wichtig, die Ursache zu erkennen und danach zu handeln. Alles was geschieht, hat sich nicht zufällig ereignet, sondern hat eine Ursache. Es ist wichtig, dass wir an der Ursache arbeiten, damit wir die Wirkung haben, die wir erwarten und uns wünschen. Trägst du einer alten Frau ihre Einkaufstaschen nach Hause und sie schenkt dir daraufhin eine Tafel Schokolade, so ist deine Hilfe die Ursache und ihr Dank die Wirkung. Auch wenn es für dich gar keine große Bedeutung hatte.

Wenn alle die Ursache erkennen, werden wir immer sauberes Wasser haben. Nicht auf die Wirkung haben wir unsere Aufmerksamkeit zu lenken, sondern auf die Ursache.

Aber auch viele Dinge, die wir nicht sehen, haben Ursachen und Wirkungen. Zum Beispiel fliegen unsere Gedanken und Worte als Ursache einfach davon und kommen in irgendeiner Form als Wirkung wieder zurück. Oder stell dir einen Schneeball vor, den du ein Stück den Berg hinauf wirfst und der sich langsam, aber stetig wieder in Richtung Tal bewegt und immer mehr zur Lawine wird. Auch unsere Gedanken können in ihrer Wirkung Lawinen auslösen. Darum achte sehr genau auf das, was du fühlst, denkst, sagst und letztendlich auch tust! Das sind alles von dir gesetzte Ursachen. Werde du zur Ursache und nicht zur Wirkung, damit du deinen Weg gehen kannst und nicht denen unterworfen bist, welche dieses Gesetz bestens kennen und dich damit manipulieren können.Prinzip von Ursache und Wirkung Quantisana  Gesundheitszentrum

Sei nicht der Nagel an der Wand, sondern der Hammer, der zeigt, wo der Nagel hin soll. Deine Gedanken haben außergewöhnliche Kraft. Viel mehr Kraft, als Muskeln sie je bewirken könnten. Es ist wichtig, dass du diese Kraft in dir entdeckst und die Energie der Natur, die uns die Schöpfung schenkt, zum Wohle aller nutzt.

Ich werde dir eine Geschichte erzählen. Stell dir einen Wald mit Tieren, Vögeln, Blumen und verschiedenste Früchte tragenden Bäume vor. Welch ein Reichtum! Es ist für alle genug da. Nur hat die Sache einen Haken. Diese Welt ist nämlich von einer hohen und dicken Mauer umgeben, die sie unzugänglich macht. Diese Mauer ist oben noch mit Glasscherben und Stacheldraht bewehrt.Prinzip von Ursache und Wirkung Quantisana Gesundheitszentrum Viele wilde Tiere bewohnen den Wald, er ist sehr gefährlich. Es gibt Bären, Löwen und Tiger, die jeden verspeisen, der sich unvorsichtiger Weise dort hineinwagt. Aber du brauchst die Früchte. Was ist zu tun? Plötzlich entdeckst du Affen auf den Bäumen. Und auf einmal hast du eine zündende Idee, die dich rettet: Du nimmst einen Korb voller Orangen, gehst damit vor die Mauer und fängst an, eine nach der anderen den Affen zuzuwerfen. Und da die Affen perfekte Nachahmer sind, nehmen sie die Früchte von den Bäumen und werfen sie wiederum zu dir. Du brauchst sie nur noch aufzulesen und gehst schwer beladen mit Körben voller Früchte wieder heim. Das Geheimnis besteht also darin, den Affen Orangen zuzuwerfen.

Nun wirst du wohl sagen: „Was ist denn das für eine Geschichte? Als hätten wir irgendwo die Möglichkeit, uns vor die Mauer eines Waldes zu stellen und Affen mit Orangen zu bewerfen!“ Es soll nur eine bildhafte Darstellung sein. Hast du schon mal dem Bauern beim Säen zugeschaut? Er wirft auch „Orangen nach den Affen“. Nur sind diese Orangen winzig klein, und die Affen halten sich etwas weiter unten versteckt, nämlich unter der Erde. Wenn der Bauer dann mit seiner Arbeit fertig ist, geht er ruhig heim, und wenn er einige Monate später wiederkommt, bringt er die Ernte ein, um seine Speicher zu füllen. Nun gut, denkst du jetzt, wenn das so ist, dann habe ich es begriffen. Hast du es wirklich? Die Affen stellen hier die Naturkräfte dar. Ob sie nun in der Erde sind oder auf den Bäumen, das spielt keine Rolle, denn das ist nur ein Symbol. Und die Erklärung ist folgendermaßen: Unser Universum ist wie ein Wald, der alle Schätze enthält, die unsichtbar sind und manchmal unerreichbar erscheinen. Die Affen und die Orangen stehen sinnbildlich für das Licht und die Liebe, die du durch deine Gedanken und Empfindungen ausgesendet hast. Was geschieht also dann? Nach einiger Zeit machen die Geschöpfe der unsichtbaren Welt dasselbe wie du und werfen dir das Hundertfache an Früchten, das heißt an Licht und Liebe, zurück. Wirfst du aber Steine nach den Affen, aus Wut darüber, dass die Früchte nicht erreichbar sind, dann flüchten die Affen im besten Fall. Vielleicht werfen sie aber auch mit viel größeren Steinen auf dich zurück. Sendest du Bitterkeit, Hass oder Wut, wird auch das eines Tages wieder zu dir zurück kehren.

Säe Licht und Liebe und warte geduldig auf die Ernte. Denn mit allem, was du tust, gibst du deinem Leben ein Ziel und eine Richtung.

(Quelle: «Buch des Lebens» von Alexander Glogg und Nicole Lehmann • www.buch-des-lebens.ch)

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